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Vom Friedensnobel-
zum BestDealPreis
Jetzt ist der Aufschrei unter uns Anti-Trump-Linksintellektuellen gross, Netanjahu hat Trump kürzlich für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Dabei war aber schon die frühere Verleihung des Friedensnobelpreises an den Liebling der verlogenen oft elitären geschichtsklitternden Gutmenschen: Präsident "Barack Obama", eine Pervertierung der ursprünglich politisch korrektiven Intentionen eines Preises für Friedens"leistungen" durch Nobel.
Der Preis verkommt in den aktuell neu ausgelösten Debatten immer mehr zu einem Schmierentheater der Macht, und beleidigt dadurch alle würdigen Preisträger.
Obama hat völkerrechtswidrige Morde beauftragt. Wahrscheinlich sieht der dafür leider nur stattdessen vorerst allein angeklagte und leider insofern auch noch nicht veurteilte (durch einen Strafbefehl wegen des Bruchs des Völkerrechtes belastete) Netanjahu seinen guten Freund Trump nur einfach in dieser Tradition:
Friedensnobelpreise im Überblick
Wenn sich aber der selbsternannte Führerstellvertreter Göring gegen Friedensnobelpreise ausgesprochen, und die Annahme eines solchen sogar verboten hat, wie kann man sich dann eigentlich noch als ein aufgeklärter kritischer Mensch, für den ich mich persönlich halte, überhaupt in gewisser Weise negativ zu dessen Vergabe äußern?
Die Aussage von Trump ist durchaus erwähnenswert, dass es für den Frieden gute "deals" braucht. Und was ist das Ergebnis einer Friedensverhandlung denn sonst anderes als ein "Deal"? Ins Englische übersetzt hört sich das so wahnsinnig primitiv und unseriös an, wohl deshalb weil wir uns im Bereich der Ökonomie längst daran gewöhnt haben, dass die Deals zumeist zu Ungunsten der sozial Schwachen ausgehen.
Mit schlechten Deals, wie den dafür berühmten und oftmals geschmähten "Versailler Verträgen", wird meist schon die Saat zu neuen Kriegen gelegt, aber will man deshalb ernsthaft auf die Verhandlungen zwischen Kriegsparteien verzichten?
Eine Kapitulation vertraglich zu bestätigen ist sicher etwas anderes als ein volatiler Vertragsfrieden, bevor sich die Kriegsteilnehmer jeweils als Sieger oder Verlierer des jeweiligen Krieges bezeichnen können. Dabei weiß man doch längst, dass wenn überhaupt nur Parteien, Unternehmen oder Staaten einen Krieg gewinnen können. Die zivile Bevölkerung verliert grundsätzlich jeden Krieg, weil sie bereits vor dessen Ende so unnötig "geblutet" hat. Und weil Kriege immer ein Chaos sind, und ein solches umso mehr hinterlassen, ist jede Beendigung eines Krieges, fast schon auf welche Weise, auch immer, ein Gewinn.
Verluste im Krieg auch auf Seiten des "Siegers" Israel zeigt z.B. der folgende Beitrag, in dem belegt wird, wie für die ganze Welt wichtige Forschungseinrichtungen dem Chaos, das der Krieg auf Seiten aller Beteiligter hervorruft, für viele Jahre für die gesamte Wissenschaftswelt verloren gehen und vorerst zerstört sind.
Vom Krieg zerstörte Wissenschaftseinrichtungen
Gerade der letzte Gedanke spricht dafür, dass das Argument Trumps, wenn es denn so kommen sollte, dass durch seine Initiative die Kriegshandlungen beendet wurden, durchaus auch etwas für eine öffentliche Anerkennung seines Handelns spricht, zumal offensichtlich der Westen insgesamt neben den vor allem amerikanischen Waffenlieferungen fast nur auf seinen eigenen Doppel-Wumms gesetzt hat, ohne auf die langfristigen negativen Folgen einer weitreichenden und dauerhaften Militarisierung von Gesellschaften ebenso vorsichtig zu achten.
Für alle einigermaßen informierten Beobachter ist klar, zumindest Israel hat seinen Krieg gegen den Islamismus vorerst längst gewonnen, und seinen Gegnern militärisch empfindliche Niederlagen zugefügt.
In dieser Region stehen insofern keine Friedensverhandlungen sondern nur noch die Unterzeichung von Kapitulationsurkunden durch die Verlierer an.
Schon gleich zu Beginn des Gaza-Krieges stand nicht Verteidigung sondern "Rache" im Vordergrund, und "wir" waren im Westen dumm genug die dramatische und umfangreiche Vernichtung von unbeteiligten Zivilisten, von deren Lebenswelten und deren dadurch evozierte Qualen angesichts von Hunger, Krankheit und Vertreibung als eigene Staatsdoktrin zum Schutz der Israelis vor deren Vertreibung aus Palästina sofort naiv und ohne bremsende Einflußnahme zu übernehmen. Umso mehr wäre es wichtig gewesen, anstatt dass wir alle rhetorisch sofort "zu Israelis wurden" (Baerbock), auch weiterhin auf eine friedliche "Zwei-Staaten-Lösung" (denn die ist ebenfalls eine "Staatsdoktrin" Europas) mit aller Energie gepocht hätten, und Israel sofort und ausdrücklich vor überzogener Rache gewarnt hätten, denn diese hat dem Land in der Folge weltweit mental weit mehr geschadet als eine etwaig verlorene militärische Feldschlacht.
Ich habe im eigenen Freundeskreis, als ein Freund des jüdischen Glaubens im Sinne Martin Bubers, die langjährige Apartheidpolitik Israels im Umgang mit den Palästinensern miterlebt, und weiß um die Bitterkeit, die sich vor dem letzten Krieg in den Herzen und Seelen der davon betroffenen Menschen aufgestaut hat.
Der Kreis der bitteren und hasserfüllten Menschen wurde durch diesen Krieg nun wiederum auf Jahrzehnte in der Zukunft liegend hinaus auf beiden Seiten erweitert; und so wie sich Sieger immer nur kurzfristig über die Niederlagen und die "Vernichtungen" des Gegners freuen können, wird der Verlust des Gesichtes Israels - sogar auch im Kreise aufgeklärter und kritischer bisheriger Sympathisanten des Landes - die israelischen Bürger insgesamt als umfassende Ablehnung dieses Rachefeldzuges noch lange belasten.
Gerade hatten meine Frau und ich Tel Aviv, bei einer Urlaubsreise dorthin (kurz vor den Verbrechen der Hamas), als eine unserer Lieblingsstädte erkoren, da konnten wir schon wenige Monate später unseren Ekel vor den fundamentalistischen militärisch rassistisch Orthodoxen in diesem schönen Land leider nicht mehr verbergen, und wissen uns eins mit vielen Israelis, die in Frieden mit den Palästinensern leben wollen, deren Vernünftige in der muslimischen Welt wiederum ebenfalls die tiefe Verachtung für die Morde der Hamas, der Huthi und der Hisbollah mit uns teilen.
Auf Kapitulationen folgen fast zwangsläufig Vertreibungen, die ja schon während des Krieges dramatisch stattgefunden haben. Noch heute sind in Europa die Narben der jeweiligen Vertreibungen während und nach dem zweiten Weltkrieg auf allen Seiten immer noch nicht ganz geheilt und überwunden, obwohl all diejenigen mit einer "europäischen" statt einer nationalen Identität jahrzehntelang daran gearbeitet haben. Aus dem Denken und Erleben meiner Familie heraus weiß ich dass das einerseits viel Zeit in Anspruch nimmt, und andererseits Versöhnung zwischen den Völkern und, allerdings sogar sicher noch schneller und einfacher, zwischen ihren Staaten durchaus möglich ist.
"Wir" Doppel-Wumms-Europäer, wozu nach meinem persönlichen Erschrecken sogar die ehemalige Elite grüner Politiker gehört, werfen nun alle aktuellen Krisen in einen Topf, vom Nahen Osten, über die Ukraine bis hin zur Corona-Pandemie und sogar der Klimakrise, anstatt mehr oder weniger über angemessene jeweils singuläre und spezifische Lösungen dafür nachzudenken. Das aber sind doch genau "Deals". Und wenn das Morden selbst mit schlechten Deals und durchaus unlauteren Motiven auf Seiten Trumps beendet wird, so wäre das für mich ein gewisses Verdienst seinerseits.
Trump First!
America Second!
World Last!
Exit!
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Dem Frieden grundsätzlich feindlich aber ist das Verlangen Trumps, dass die amerikanische und israelische Rüstungsindustrie durch Mehrausgaben aus Europa eine Förderung erfährt und nicht nur zu einer waffentechnischen Militarisierung der ganzen Welt sondern auch zu einer universalen mentalen, ideologischen und seelischen Kriegsvorbereitung für weitere Kriege führt. Spätestens da sollten wir merken, dass Waffenstillstand, so wünschenswert er auch ist, das Wettrüsten alleine nicht zu stoppen vermag, sondern von weiteren umfassenderen "Deals" unbegleitet, eher zu weiterem Auftanken neuer militärischer Reserven für spätere Kriege führt. Wie sollte man dafür einen Präsidenten Trump auszeichnen wollen?Wenn Weltkriege z.B. Kriege mit mehr als 3 Millionen Toten sind, dann zählen wir egomanischen Europäer falsch. Ich sorge mich insofern gerade um den 21. Weltkrieg, auch wenn ich aktuell z.B. einen Angriff Putins auf ein Nato-Land aus meiner naiven pazifistischen Weltsicht heraus für eher unwahrscheinlich halte.
Tödlichste Kriege aller Zeiten Liste 1
Tödlichste Kriege aller Zeiten Liste 2
Zudem scheinen sich die Schätzungen von Opfern der aktuellen und historischen Kriege immer wieder quasi ständig zu aktualisieren und zu verändern, aber einig scheinen sich Fachleute der Friedespolitik doch zu sein, dass die Welt aktuell immer mehr aus gewissen Fugen gerät, in die wir Europäer uns bisher so "gemütlich" ignorant eingenistet hatten.
HOW TO HEAL FROM THIS TOXIC CULTURE
Ein Mensch mit jüdischem Background, soweit er historisch offen ist, muss unsere hündische Treue zu einem Israel, das es so längst nicht mehr gibt, kritisieren, im Interesse des demokratischen Israels ohne Rassismus und Apartheid, das wahrscheinlich langfristig in einer Zwei-Staaten-Lösung eine Chance hätte. Vorerst aber nimmt Europa Konflikte stets einseitig europazentriert auf, und gerät dadurch in eine neue Hysterie des Militarismus und der Aufrüstung, die inzwischen fast alle Lebensbereiche bis hin zu unseren oft sehr einseitigen Bildern aus den Medien umfassst.
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(Bitte unbedingt beachten!)... und irgendwie meinen wir immer noch dass wir in der "ersten" Welt alleine "den" Frieden vor dem Hintergrund und im Angesicht so vieler unserer Wohlstandsopfer in der "rest"lichen Welt verdienen; dabei wären doch globaler Respekt, Anstand und menschliche Gleichberechtigung so einfache Vorboten des Endes der Illusionen von Krieg und Frieden. Schafft also weiterhin noch mehr "Frieden" mit noch mehr Waffen, Ihr Idioten! Der alleinige dauerhafte Burgfrieden wird und soll indes keinem Volk und keiner Nation auf unserem Planeten allein zukommen.
Die Welt ist aus den Fugen ...
Nach dem Zweiten Weltkrieg war man sich historisch ziemlich einig, dass viele spätere Tote durch eine erfolgreiche Ermordung des deutschen Haupttäters und Diktators vielleicht hätten vermieden werden können; sicher aber wäre die menschenverachtende Mentalität vieler Mittäter und Sympathisanten dadurch aber nicht "sofort" oder "ganz einfach" geschmälert worden. Stammtischbrüder denken sehr oft und sehr gerne "nur" in solchen Kategorien. Und selbst die sehr ehrenhaften Attentäter bzw. Widerständler im Dritten Reich hatten einen wohl eher nur sehr eingeschränkten und eher primitiven, wieder nur "nationalen" Plan für die nachfolgende Zukunft.
Lokale Frieden werden in einer global vernetzten Welt immer weniger stabil und wahrscheinlich, und aktuell nimmt auch das atomare Wettrüsten sogar wieder Fahrt auf.
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(Bitte unbedingt beachten!)Durch das atomare Wettrüsten befindet sich die Welt deshalb längst in einer anderen Liga. Mit einem gezielten Pistolenschuss zur richtigen Zeit auf die richtige Person ist es eben nicht mehr getan.
Die Beseitigung von "Tätern" durch illegal grenzüberschreitende Drohnen, wie dies die internationalen Geheimdienste nun unisono praktizieren, und wie es von Israel in der Tötung von Terroristen zur Spitzenleistung gebracht wurde, ist zwar die konsequente Fortsetzung eines Feind-Eliminierung-Denkens (man wundert sich woher die Israelis immer genau wissen, wo sich letztere so genau und geographisch exakt zum Zeitpunkt der Bombadierung befinden), aber feindliche Mentalitäten lassen sich eben nicht zerbomben sondern nur langfristig zwischenmenschlich befrieden.
Das "Böse" auslöschen zu wollen, ist die menschliche Dummheit der ewigen Täter, eine Weltsicht, die gerade den Juden als Opfer historisch so deutlich zum Verhängnis geworden ist. Martin Buber hätte seinen Landsleuten sicher eher den Rat gegeben sich endlich gegenseitig im Sinne eines sich um den "Anderen" sorgenden "Ich und Du", also um gegenseitige menschliche Wertschätzung (mit allen Stärken und Schwächen!!!) zu bemühen.
Inzwischen gibt es deshalb mit dem wahrscheinlichl federführenden SIPRI, aber auch vielen anderen mutig aktivistischen Gruppen, professionellen Einrichtungen und Stiftungen, eine grundsätzliche Einigkeit darüber, dass wir alle mehr Fantasie und deutlich diversere Vorstellungen dafür entwickeln müssen, wie sich Hass mindern und ökonomisch technisch divergierende Interessen, die oft die eigentliche Voraussetzung für Kriege sind, zumindest harmonisieren lassen. So hat das Nobelpreiskomittee ja auch konsequenterweise trotz einzelner "Fehlauszeichnungen" immer häufiger Gruppen und Institutionen statt nur Einzelpersonen als "Friedensengel" gekürt.
Mir ist es vor diesem Hintergrund insofern aktuell wirklich relativ wurscht, ob Trump einen Friedensnobelpreis bekommt oder nicht, wenn nur endlich das Morden, Zerstören und Vergewaltigen in der Welt durch diverse "gute Deals" tatsächlich reduziert und gemildert werden kann.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass sich Trump und Musk darum streiten, wer von Ihnen am Ende den Friedensnobelpreis bekommt; denn im All hat Musk mit seiner eigenen Technik und eigenen Deals mit betroffenen Staaten aktuell die Nase vorne.
Krieg unter starlink und SpaceX-Bedingungen
Ukraine setzt auf neue starlink Drohne
Trump liefert Ukraine Patriot Raketen
Eine ehemalige Arbeitskollegin machte mich übrigens per WhatsApp gerade noch darauf aufmerksam, dass sehr wohl "dagegen" neben den autoritären staatlich verordneten Vorschlägen für die Vergabe des Nobelpreises auch private Initiativen Hinweise geben und insofern Einfluss nehmen können:
Friedensnobelpreis für Francesca Albanese und Ärzte von Gaza
Besonders amüsant wäre es für mich dann, wenn "alle zugleich" im Falle einer relativ stabilen Friedenslösung den Preis bekämen. ;-)